Archiv für August, 2010

Was geschah am 19. August? – U-Boot “U24″ versenkt das Passagierschiff “Arabic”.

1991

Einen Tag vor Unterzeichnung des Vertrages, der eine Umwandlung der UdSSR in ein konföderales Staatssystem vorsieht, putschen der reformfeindliche Gennadij Janajews und weitere konservative kommunistische Spitzenfunktionäre: Während Michail Gorbatschow festgehalten wird, lassen die kommunistischen Hardliner verbreiten, dass Gorbatschow aufgrund seiner “angegriffenen Gesundheit” seine Ämter niedergelegt habe. Ein “Notstandskomitee” übernimmt die Macht; die Armee verweigert jedoch dessen Befehle. Ohne Unterstützung des Militärs bricht der Staatsstreich bereits nach drei Tagen in sich zusammen.

1942

Mit dem britischer Raid gegen Dieppe an der Normandieküste scheitert der erste Landungsversuch der Alliierten: Zwei kanadische Brigaden und Kommandos landen mit Luftunterstützung und Panzern, werden aufgerieben und der Rest wird zur Wiedereinschiffung gezwungen.

1936

In Moskau beginnen die ersten Schauprozesse gegen die antistalinistische Opposition. Bis 1938 finden weitere groß angelegte “Säuberungen” und Schauprozesse statt. Stalin lässt Millionen Menschen verhaften, foltern und ermorden oder in Straflager deportieren.

1915

Das deutsche U-Boot “U24″ versenkt das Passagierschiff “Arabic”. Etwa 50 Menschen kommen ums Leben. Gleichzeitig wird “U27″ von einem unter amerikanischer Flagge fahrenden britischen Kriegsschiff beschossen und die Überlebenden gegen jede Regel des Seekriegs ermordet. Diese Ereignisse führen zum Ende des begrenzten U-Boot-Krieges gegen England.

1848

Der “New York Herald” berichtet erstmals über Goldfunde am Sacramento River, Kalifornien. Die Nachricht veranlasst Zehntausende von Menschen, nach Kalifornien zu ziehen, um dort ihr Glück zu machen. Doch reich macht der Goldrausch nur wenige.

1493

Maximilian I. wird Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Der volkstümliche Herrscher gilt als “der letzte Ritter”. Durch geschickte Heiratspolitik bringt er 1504 Krone und Erbreich Spanien an das habsburgische Haus und erhebt schließlich Habsburg zur Weltmacht.

Argentinien – Geografie

Argentinien nimmt fast die gesamte Südspitze Südamerikas ein. Die Republik erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von 3 799 km, dies entspricht auf Entfernungen in Europa umgerechnet der Strecke zwischen Nordkap und Madrid. Das Land ähnelt in der Form einem lang gezogenen Dreieck und erreicht an seiner breitesten Stelle entlang des 27. Breitengrades 1 432 km. Die Fläche Argentiniens von 2 766 890 km2 entspricht der achtfachen Fläche von Deutschland.

Im Osten grenzt Argentinien mit einer 4 725 km langen Küstenlinie an den Atlantik, die Westgrenze wird durch den lang gestreckten Gebirgszug der Anden gebildet, hinter dem sich Chile befindet. Im Norden grenzt das Land im Uhrzeigersinn gesehen an die beiden einzigen Binnenstaaten Südamerikas, Bolivien und Paraguay, dann an Brasilien und Uruguay.

Drei Landschaftstypen prägen die geologische Gestalt: erdgeschichtlich alte Gebirge im Osten, jüngere Kettengebirge im Westen und eine große Ebene dazwischen, die durch Aufschüttung und Ablagerung entstanden ist. Die großen Ebenen gliedern sich in die subtropischen Trockenwald- und Buschsavannen des Gran Chaco (Quechua für “Jagdgrund”) im Norden, das sumpfig-fruchtbare Zwischenstromland, das zwischen den Flüssen Uruguay und Paraná liegt und in die fruchtbare Pampa (was in der Quechua-Sprache Ebene bedeutet). Der Paraná ist das wichtigste Fluss-System Argentiniens.

Die weiten Grasfluren der Pampa sind sowohl historisch als auch wirtschaftlich das Kerngebiet Argentiniens. An diese Region schließt sich im Süden eine karge Steppenlandschaft an, die auf bis zu 1 500 m ansteigt: Patagonien. Eine felsige Steilküste spitzt sich zum einst von Seefahrern gefürchteten Kap Hoorn am südlichsten Punkt des Kontinents zu. Über die ganze Länge des Kontinents zieht sich parallel zum pazifischen Ozean die Gebirgskette der Anden, in denen sich auch der Cerro Aconcagua, der mit 6 959 m höchste Berg Argentiniens befindet. Über fünfzig Vulkane, darunter der Ojos del Salado, mit 6 880 m der höchste Vulkan der Welt, sind hier zu finden.

Was geschah am 17. August – Versteigerung der UMTS-Lizenzen

2000

Mit 98,8 Milliarden Mark erzielt die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland ein Rekordergebnis. Konzessionen erhalten T-Mobil, Mannesmann Mobilfunk, E-plus Hutchinson, Viag Interkom, Mobilcom und Group 3G. Die Bundesregierung will ? laut Finanzminister Eichel ? den Gewinn der Auktion für die Tilgung der Staatsschulden verwenden.

1978

Die US-Amerikaner Max Anderson, Ben Abruzzo und Larry Newman landen nach der ersten Überquerung des Atlantiks in einem Gasballon bei Évreux, Frankreich. Der “Double Eagle II” ist am 11. August in Presque Isle, Maine, USA gestartet und hat eine maximale Flughöhe von 7600 Metern erreicht.

1962

Bei einem Fluchtversuch über die Mauer Berlin-Mitte zusammen mit einem Freund wird der Maurer Peter Fechter angeschossen und verstirbt nach 50 Minuten im so genannten “Todesstreifen”. Die unterlassene Hilfeleistung der Grenzsoldaten löst Zorn bei den West-Berlinern aus, der sich aber nicht nur gegen die DDR richtet, sondern auch gegen das Verhalten der West-Alliierten.

1956

Das Bundesverfassungsgericht verbietet die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Sie setzt ihre Tätigkeit im Untergrund bis zur Gründung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) 1968 fort.

1943

Die britische Luftwaffe greift die Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf Usedom an. Unter Leitung von General Walter Dornberger und Wernher v. Braun wird in Peenemünde die erste ballistische Fernrakete der Welt, die V 2, erprobt, seit 1943 auch die Flugbombe V 1. Gegen diese Projekte richtet sich der schwere britische Bombenangriff unter der Codebezeichnung “Hydra”, der 773 Menschen tötet, die wichtigsten Einrichtungen aber nur wenig in Mitleidenschaft zieht.

1935

Das Reichsinnenministerium verfügt die Auflösung der Freimaurerlogen und die Einziehung ihres Vermögens. Die Freimaurer wurden wegen ihrer kosmopolitischen Ideen in autoritären Staaten unterdrückt. Ihr politischer Einfluss war verhältnismäßig am stärksten in den romanischen Ländern.

1920

Im “Wunder an der Weichsel” stoppt Polen den Vormarsch der Roten Armee. Am Ende des polnisch-sowjetischen Kriegs (1921) gewinnt Polen 200 Kilometer östlich der “Curzon-Linie” hinzu. Die zur Beilegung des sowjetisch-polnischen Konflikts vom britischen Außenminister George Curzon vorgeschlagene und von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs 1919 festgelegte polnische Ostgrenze, die der Sprachgrenze folgte, war von Polen nicht anerkannt worden.

1908

Der Schuhmacher Wilhelm Voigt, bekannt als “Hauptmann von Köpenick”, wird begnadigt und aus der Haft entlassen. Er hatte am 16. Oktober in der Uniform eines preußischen Hauptmanns einen Trupp Soldaten von der Straße mitgenommen, war zum Rathaus der Stadt Köpenick bei Berlin marschiert, hatte den Bürgermeister verhaftet und die Stadtkasse mitgenommen.

1876

Uraufführung der Oper “Götterdämmerung” von Richard Wagner unter der Leitung von Hans Richter im Bayreuther Festspielhaus als dritter und letzter Tag der Gesamturaufführung des Bühnenfestspiels “Der Ring des Nibelungen”.

Handy / Mobiltelefon

(lateinisch) umgangssprachliche Bezeichnung: Handy;

im englischsprachigen Raum ist die in Deutschland geprägte Bezeichnung Handy nicht üblich und unverständlich. Es gelten dort die Bezeichnungen mobile phone (Abk.: mobile) und cellular phone (Abk.: cell phone).

Das Mobiltelefon oder Handy ist ein schnurloses Telefon, das über ein Funktelefonnetz Verbindung zu anderen Telefonnetzen hat. Vergleiche auch Mobilfunk.

Ein Handy besitzt relativ geringe Abmessungen und ist ca. 100 bis 300 Gramm schwer. Zum Betrieb eines Handys ist ein kleiner leistungsfähiger Akkumulator notwendig, der Einfluss auf die aktiv verfügbaren Gesprächszeiten und den Bereitschaftsmodus hat.

Handys mit 2 Watt Sendeleistung sind verfügbar für das D-Netz und mit 0,8 Watt Sendeleistung für das E-Netz. Handys arbeiten abhängig vom verfügbaren Netz (z.B. in Deutschland, in Europa oder in anderen Regionen der Welt) mit unterschiedlichen Frequenzen. Somit gibt es Monoband-Handys, Dualband-Handys (siehe GSM) und für alle heute üblichen Mobilfunkfrequenzen das Triband-Handy.

Neben dem Telefonfunkverkehr ermöglichen Handys – abhängig von der Ausstattung – auch Faxübertragungen, die Übertragung von E-Mails und das Surfen im Internet. Die Übertragung von Textnachrichten erfolgt nach dem SMS-Standard (Short Message Service). Es lassen sich damit 160 Zeichen versenden. Als Weiterentwicklung gilt der WAP-Standard (Wireless Application Protocol). Dieser ist ein herstellerübergreifendes Zugangsprotokoll für den Mobilfunk, mit dem speziell aufbereitete Internetseiten auf die Displays mobiler WAP-Telefone übertragen werden können.

Schnurlose Telefone, die über eine eigene Basisstation mit dem Telefon-Festnetz verbunden sind, werden nicht als Handys bezeichnet. Diese Geräte arbeiten entweder nach dem etwas älteren CT-Standard (Cordless Telephone) und sind nicht abhörsicher oder nach dem DECT-Standard (Digital European Cordless Telephony) mit relativ guter Abhörsicherheit, Kompatibilität der einzelnen Geräte und Anschlussmöglichkeit von Faxgeräten und Modems.

Die Antwort auf die Frage, ob die elektromagnetischen Wellen den Menschen schädigen, ist umstritten.

Was geschah am 10. August – Gramm hochreines Plutonium 239 sichergestellt

 

 

1995

Einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zufolge verstößt die staatliche Anordnung der Anbringung von Kruzifixen in bayerischen Volksschulen gegen die im Grundgesetz festgelegte Religionsfreiheit. Das so genannte Kruzifixurteil löst eine Debatte über das Verhältnis von Kirche und Staat in der Bundesrepublik aus.

1994

In Deutschland werden auf dem Münchner Flughafen mehr als 300 Gramm hochreines Plutonium 239 sichergestellt, das mit einer Maschine der Lufthansa von Moskau nach Deutschland geschmuggelt worden ist.

1948

Der Verfassungskonvent beginnt mit der Ausarbeitung einer neuen deutschen Verfassung, die eigentlich nur ein Provisorium werden sollte.

1913

Der “Friede von Bukarest” beendet den zweiten Balkankrieg. Rumänien hat sich in diesem Krieg mit Serbien und Griechenland gegen seinen südlichen Nachbarn Bulgarien verbündet. Es erhält im “Frieden von Bukarest” von Bulgarien die Süd-Dobrudscha.

1792

Nach dem Sturm des Volks auf die Tuilerien wird der französische König Ludwig XVI. von der Nationalversammlung gestürzt und inhaftiert. Nach seiner Absetzung 1793 wird er vom Nationalkonvent mit einer Stimme Mehrheit als Staatsfeind “Louis Capet” zum Tode verurteilt und guillotiniert.

Was geschah am 9. August – Gerald Ford wird als neuer Präsident der USA

1974

Vize-Präsident Gerald Ford wird als neuer Präsident der USA vereidigt, nachdem Richard Nixon unter dem Druck der Watergate-Affäre zurückgetreten ist. Der moralisch integere Ford soll das Vertrauen der Amerikaner in die Demokratie wiederherstellen.

1945

Die USA werfen über der japanischen Hafenstadt Nagasaki die zweite Atombombe ab. Dabei kommen über 60 000 Menschen ums Leben. Der erste Abwurf fand am 6. August über Hiroshima statt und forderte 80 000 Todesopfer.

1940

Das letzte Teilstück der Bagdadbahn wird für den Verkehr freigegeben. Die Fortsetzung der von Istanbul nach Konya führenden Anatolischen Bahn führt über Bagdad nach Basra am Persischen Golf. Die 2450 Kilometer lange Eisenbahnstrecke wurde unter maßgeblicher deutscher Beteiligung 1903 begonnen und schließlich von den Briten fertig gestellt.

1896

Der deutsche Ingenieur und Flugpionier Otto Lilienthal stürzt während eines Gleitfluges bei Stölln ab und erliegt am nächsten Tag seinen Verletzungen. Lilienthal unternahm 1891 den ersten Flug von erhöhtem Gelände mit einem selbst konstruierten Gleitflieger von 25 Metern, später schaffte er Flüge von bis zu 300 Metern. Seine Experimente sicherten die ersten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Flugwesen, von denen die Pionierarbeit der Gebrüder Wright profitierte.

1890

Großbritannien übergibt Helgoland an das deutsche Reich, das es im Tausch gegen die Überseekolonien (Sansibar und Witu) erstanden hat. Der Sansibar-Helgoland-Vertrag ist in Deutschland z.T. stark kritisiert worden.

378

Die Goten schlagen in der Schlacht von Adrianopel den römischen Kaiser Valens, der ihnen, die ihrerseits vor den Hunnen flüchteten, die Aufnahme verweigerte. Erst Valens’ Nachfolger Theodosius gelingt es, die Goten als Verbündete zu gewinnen.

Was geschah am 8. August – Watergate-Affäre 1974

1993

Die Europameisterschaften im Schwimmen in Sheffield, Großbritannien, gehen zu Ende. Star der Spiele ist die 15-jährige deutsche Schwimmerin Franziska van Almsick, die sechsmal Gold und einmal Silber holt.

1974

US-Präsident Richard Milhous Nixon tritt nach der Watergate-Affäre zurück und übergibt sein Amt Gerald Ford. Es ist bekannt geworden, dass der Einbruch ins Washingtoner Watergate Hotel, dem Hauptquartier der Demokratischen Partei, mit Wissen von Nixon verübt worden war.

1963

Beim Überfall auf den Postzug von Glasgow nach London wird die bis dahin größte Beute von 2,5 Millionen englischen Pfund gemacht. Alle Räuber werden gefasst, Ronald Biggs kann jedoch aus dem Gefängnis fliehen und wird von Brasilien nicht ausgeliefert.

1945

In Absprache mit den USA erklärt die Sowjetunion dem japanischen Kaiserreich den Krieg. Die Rote Armee marschiert in die Mandschurei ein und erreicht dort nach schweren Kämpfen am 21. August die Kapitulation der japanischen Streitkräfte. Wenig später besetzt die Rote Armee die Kurilen-Inseln Kunaschir, Iturup und Sikotan sowie die Inseln Habomai und Shikotan im Nordosten von Japan.

1918

Die Alliierten des Ersten Weltkriegs starten bei Amiens ihre letzte Großoffensive gegen die deutsche Westfront. Der Durchbruch hat den Zusammenbruch der deutschen Front zur Folge; damit ist der Erste Weltkrieg prinzipiell entschieden.

Was geschah am 6. August – Hiroshima – erste Atombombe

1965

Präsident Lyndon Baines Johnson unterzeichnet ein Gesetz, das alle Benachteiligungen für die farbige Bevölkerung bei den Wahlen aufhebt.

1945

Die USA werfen auf die japanische Stadt Hiroshima die erste Atombombe ab. 80 % der Stadt werden vernichtet, es gibt über 80 000 Tote. Beim Abwurf der zweiten Atombombe auf Nagasaki kommen über 60 000 Menschen ums Leben. Allein die Spätfolgen des Atombombenabwurfs über Hiroshima haben bis heute 200 000 Menschenleben gefordert.

1890

Im US-amerikanischen Bundesstaat New York wird zum ersten Mal die Todesstrafe mit Hilfe des elektrischen Stuhls vollzogen. Über Elektroden an Kopf und Handgelenken des Verurteilten wird starker Gleichstrom durch den Körper geschickt, was zum Tod durch Herzkammerflimmern führt.

1870

Deutschland besiegt Frankreich in der Schlacht bei Wörth. Der Deutsch-Französische Krieg ist im Juli 1870 nach einer Kriegserklärung Frankreichs an Preußen ausgebrochen. Die deutsche Armee zeigt sich überlegen: Im Januar 1871 kommt es zur Übergabe von Paris, zum Vorfrieden von Versailles im Februar 1871, endgültiger Abschluss im Frankfurter Frieden.

1806

Franz II. tritt als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zurück, erklärt dieses nach Bildung des Rheinbundes mit Napoleon für aufgelöst und nimmt als Franz I. den Titel eines Kaisers von Österreich an.

Was geschah am 5. August – Luftschiff LZ 4 von Graf Ferdinand von Zeppelin explodiert

1963

Die Atommächte USA, UdSSR und Großbritannien einigen sich auf ein Verbot der Kernwaffenversuche in der Atmosphäre. Allerdings führen Frankreich und China, die nicht zu den Unterzeichnerstaaten gehören, weiterhin oberirdische Tests durch.

1958

Das US-amerikanische Atom-U-Boot “USS Nautilus” unter Kapitän William Anderson beendet die erste Transpolardurchfahrt aus dem Pazifik in den Atlantik. Die Instrumente der Nautilus haben während dieser Fahrt mehr Daten über die Arktis gesammelt als alle anderen Expeditionen zuvor.

1936

In Griechenland wird die Diktatur ausgerufen. Mit Zustimmung des Königs Georg II. löst Ministerpräsident Metaxas das griechische Parlament auf und verhängt das Kriegsrecht. Äußeren Anlass gibt dazu die Ausrufung des Generalstreiks der Gewerkschaften.

1908

Das Luftschiff LZ 4 von Graf Ferdinand von Zeppelin explodiert. Finanziert durch eine Volksspende kann Zeppelin trotzdem eine Werft in Friedrichshafen gründen (“Luftschiffbau Zeppelin GmbH”) und zahlreiche weitere Luftschiffe bauen (Passagier-Liniendienst). 1937 führt der Brand der LZ 129 “Hindenburg” bei der Landung in Lakehurst zur Katastrophe.

1789

Die Französische Nationalversammlung schafft die Adels- und Kirchenprivilegien ab. Sie verkündet unter anderem die Steuergleichheit aller Bürger, die Aufhebung vieler Kirchenabgaben, das Ende der gutsherrschaftlichen Gerichtsbarkeit und der Leibeigenschaft.

Was geschah am 4. August – (Europameisterschaft 2002 in Berlin)

2002

Bei der Europameisterschaft 2002 in Berlin gelingt der deutschen Schwimmerin Franziska van Almsick ein Comeback: Sie holt fünf Goldmedaillen und verbessert ihren eigenen Weltrekord über 200 m Freistil.

1964

Der Zwischenfall von Tonkin (Angriff nordvietnamesischer Torpedoboote auf US-Zerstörer im Golf von Tonkin) löst die Bombardierung Nordvietnams durch die USA und damit den Vietnamkrieg aus.

1927

Die Genfer Seerüstungskonferenz, bei der zwischen den Teilnehmern USA, Großbritannien und Japan über eine Beschränkung der Flottenstärke verhandelt wird, scheitert.

1914

Die Sozialdemokraten stimmen für die Kriegskredite. Die ansonsten zerstrittenen deutschen Parteien schließen einen Burgfrieden. Kaiser Wilhelm II. beendet seine Rede im Reichstag mit dem Satz “Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche”.

1914

Das britische Ultimatum an Deutschland, eine Garantie zugunsten der Unantastbarkeit der belgischen Neutralität abzugeben, verstreicht. Großbritannien tritt in den Krieg gegen die Mittelmächte Deutschland und Österreich ein, womit sich der österreichisch-serbische Konflikt zu einem Weltkrieg auswächst.

1870

Deutschland besiegt Frankreich in der Schlacht von Weißenburg. Der Deutsch-Französische Krieg ist im Juli 1870 nach einer Kriegserklärung Frankreichs an Preußen ausgebrochen. Die deutsche Armee zeigt sich überlegen: Im Januar 1871 kommt es zur Übergabe von Paris, zum Vorfrieden von Versailles im Februar 1871, endgültiger Abschluss im Frankfurter Frieden.

1810

Karl August von Hardenberg wird Staatskanzler von Preußen. Er führt das Reformwerk des Freiherrn vom Stein fort. Hardenberg bevorzugt aber ein straffes zentralistisches Verwaltungssystem vor einer weitgehenden Selbstverwaltung und denkt bei der von ihm geforderten Volksvertretung nicht an Volkssouveränität, sondern an ein geeignetes Einflussorgan der Regierung.

1404

Die Dithmarscher Bauern besiegen die Fürsten in der Schlacht von Oswaldustag. Trotz der Anerkennung der Lehnsoberhoheit des Bremer Erzbischofs bildet der Landstrich im Westen von Holstein eine Bauernrepublik mit weitgehender Eigenständigkeit.