Was geschah am 17. August – Versteigerung der UMTS-Lizenzen

2000

Mit 98,8 Milliarden Mark erzielt die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland ein Rekordergebnis. Konzessionen erhalten T-Mobil, Mannesmann Mobilfunk, E-plus Hutchinson, Viag Interkom, Mobilcom und Group 3G. Die Bundesregierung will ? laut Finanzminister Eichel ? den Gewinn der Auktion für die Tilgung der Staatsschulden verwenden.

1978

Die US-Amerikaner Max Anderson, Ben Abruzzo und Larry Newman landen nach der ersten Überquerung des Atlantiks in einem Gasballon bei Évreux, Frankreich. Der “Double Eagle II” ist am 11. August in Presque Isle, Maine, USA gestartet und hat eine maximale Flughöhe von 7600 Metern erreicht.

1962

Bei einem Fluchtversuch über die Mauer Berlin-Mitte zusammen mit einem Freund wird der Maurer Peter Fechter angeschossen und verstirbt nach 50 Minuten im so genannten “Todesstreifen”. Die unterlassene Hilfeleistung der Grenzsoldaten löst Zorn bei den West-Berlinern aus, der sich aber nicht nur gegen die DDR richtet, sondern auch gegen das Verhalten der West-Alliierten.

1956

Das Bundesverfassungsgericht verbietet die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Sie setzt ihre Tätigkeit im Untergrund bis zur Gründung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) 1968 fort.

1943

Die britische Luftwaffe greift die Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf Usedom an. Unter Leitung von General Walter Dornberger und Wernher v. Braun wird in Peenemünde die erste ballistische Fernrakete der Welt, die V 2, erprobt, seit 1943 auch die Flugbombe V 1. Gegen diese Projekte richtet sich der schwere britische Bombenangriff unter der Codebezeichnung “Hydra”, der 773 Menschen tötet, die wichtigsten Einrichtungen aber nur wenig in Mitleidenschaft zieht.

1935

Das Reichsinnenministerium verfügt die Auflösung der Freimaurerlogen und die Einziehung ihres Vermögens. Die Freimaurer wurden wegen ihrer kosmopolitischen Ideen in autoritären Staaten unterdrückt. Ihr politischer Einfluss war verhältnismäßig am stärksten in den romanischen Ländern.

1920

Im “Wunder an der Weichsel” stoppt Polen den Vormarsch der Roten Armee. Am Ende des polnisch-sowjetischen Kriegs (1921) gewinnt Polen 200 Kilometer östlich der “Curzon-Linie” hinzu. Die zur Beilegung des sowjetisch-polnischen Konflikts vom britischen Außenminister George Curzon vorgeschlagene und von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs 1919 festgelegte polnische Ostgrenze, die der Sprachgrenze folgte, war von Polen nicht anerkannt worden.

1908

Der Schuhmacher Wilhelm Voigt, bekannt als “Hauptmann von Köpenick”, wird begnadigt und aus der Haft entlassen. Er hatte am 16. Oktober in der Uniform eines preußischen Hauptmanns einen Trupp Soldaten von der Straße mitgenommen, war zum Rathaus der Stadt Köpenick bei Berlin marschiert, hatte den Bürgermeister verhaftet und die Stadtkasse mitgenommen.

1876

Uraufführung der Oper “Götterdämmerung” von Richard Wagner unter der Leitung von Hans Richter im Bayreuther Festspielhaus als dritter und letzter Tag der Gesamturaufführung des Bühnenfestspiels “Der Ring des Nibelungen”.

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