28. Apr, 2011
amerikanische Schriftstellerin und Kritikerin
geboren: 23. Mai 1810 in Cambridge, Massachusetts
gestorben: 19. Juli 1850 bei New York
Sarah Margaret Fuller war Mitglied des Transzendalisten-Kreises um Ralph Waldo Emerson und Mitbegründerin und -herausgeberin der transzendentalistischen Zeitschrift “The Dial”. 1839 veröffentlichte sie ihre englische Übersetzung des Briefwechsels zwischen Johann Peter Eckermann und Johann Wolfgang von Goethe (“Conversations with Goethe”).
Zwischen 1839 und 1844 stand Fuller fünf Jahre lang einen Frauenzirkel in Boston vor, der sich mit der intellektuellen und sozialen Förderung des weiblichen Geschlechts beschäftigte. Wichtig wurde sie für die amerikanische Frauenbewegung insbesondere durch ihr Hauptwerk “Woman in the 19th Century” (1845), in dem sie die Forderung nach Gleichberechtigung der Frauen erhob. Auch in Essays beschäftigte sie sich mit Frauenrechten sowie mit Kunst und Literatur. Von 1844 bis 1846 war sie als amerikaweit geachtete Literaturkritikerin bei der New York Tribune tätig, anschließend berichtete sie für die Zeitung aus Rom über die Wirren des italienischen Freiheitskampfes. Sie starb auf der Rückreise in ihre Heimat bei einem Schiffsunglück vor New York.
26. Apr, 2011
schwedischer Baumeister
geboren: 23. August 1669 in Stralsund
gestorben: 22. Mai 1728 in Dresden
ab 1666 Hofbaumeister Friedrichs I. von Preußen; Barockbauten. Meister des Übergangs vom Spätbarock zum Klassizismus, seit 1692 in Berlin in kurbrandenburg. Diensten, Nachfolger Schlüters, trat 1713 in schwedische Dienste, 1723 in die Augusts des Starken. 1707-13 Erweiterungsbau des königlichen Schlosses in Berlin.
Er erreicht künstlerisch nicht die Höhe Schlüters, doch hat er mit dem Westportal eine starke Wirkung erzielt: Umgestaltung des römischen Septimius-Severus-Bogens in das Großbarock. Weitere Bauten in Berlin: Vergrößerung des Charlottenburger Schlosses (1701 ff.), Schloss Schönhausen bei Berlin (1704), Erweiterungsbauten am Schloss Oranienburg (1707-09), Schloss Monbijou (1958 abgerissen): der Mittelbau (1706), Schloss Übigau an der Elbe (1724-26).
20. Apr, 2011
deutscher Politiker
geboren: 29. September 1921 in Dresden
gestorben: 6. Oktober 2002 in Bad Soden
Mischnick diente nach dem Abitur als Leutnant der Reserve, dekoriert mit beiden Eisernen Kreuzen und dem Infanteriesturmabzeichen. Als Landesvorsitzender der Liberal-Demokratischen Partei in Sachsen und Mitglied des Zentralvorstandes der am entschiedensten “rechten” Partei der Sowjetischen Besatzungszone floh Mischnick im April 1948 nach Frankfurt am Main, um sich drohender Verhaftung zu entziehen. Er wurde nun zunächst Jugendsekretär bei der FDP in Hessen, arbeitete vorübergehend als Angestellter in der Wirtschaft und als Journalist, ab 1950 dann wieder hauptamtlich bei der FDP in Hessen (1967/77 war er deren Landesvorsitzender). Von 1954 bis 1957 war er Bundesvorsitzender der Deutschen Jungdemokraten und Herausgeber der “Stimmen der jungen Generation”. In dieser Zeit saß Mischnick auch im Hessischen Landtag. 1954 wurde er Mitglied des Bundesvorstandes der FDP. Im Herbst 1957 kam Mischnick als FDP-Abgeordneter in den Deutschen Bundestag, dem er von da an ununterbrochen bis 1994 angehörte. Von 1959 bis 1961 parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, war er von 1961 bis Oktober 1963 im letzten Adenauer-Kabinett Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Von 1968 bis 1990 war Mischnick Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Bundestag.
Er leistete Wesentliches für den Zusammenhalt der sozialliberalen Koalition. Schwerpunkt seines politischen Engagements war die Deutschland- und die Sozialpolitik. Auf seinen bedeutsamen Auslandsreisen führte er politische Gespräche in Moskau, Dresden, Warschau und Prag.
18. Apr, 2011
deutscher Schriftsteller
geboren: 14. Dezember 1720 in Osnabrück
gestorben: 8. Januar 1794 in Osnabrück
studierte in Jena und Göttingen Jura und “Schöne Wissenschaften”. 1743 wurde er in Osnabrück Sekretär der Landstände, 1744 Sachwalter, 1747 Advocatus patriae, 1768 Geheimer Referendar. Er hatte großen Einfluss auf alle Geschehnisse im Bistum Osnabrück. 1743 stieg er zum Geheimen Justizrat auf.
Hauptwerke: “Versuch einiger Gemälde von den Sitten unserer Zeit”, “Über die verfeinerten Begriffe”.
15. Apr, 2011
österreichischer Maler und Grafiker
geboren: 4. Dezember 1914 in Wien
gestorben: 25. Februar 1995 in Mödling
studierte 1931-36 an der Wiener Akademie, 1938 Ausstellungsverbot als “entarteter” Künstler, ab 1965 Professor an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg; 1968 Lehrer an der Wiener Akademie. Hauptvertreter der so genannten Wiener Schule des fantastischen Realismus, die einerseits dem Wiener Jugendstil und andererseits den Pariser Surrealisten nahe steht.
Hauptwerke: “Adam” (1974), “Laokoon”..
14. Apr, 2011
deutscher Mathematiker
geboren: 6. Oktober 1831 in Braunschweig
gestorben: 12. Februar 1916 in Braunschweig
Dedekind schrieb seine Doktorarbeit bei Gauß. Er entwickelte wichtige Theorien zur modernen Algebra und lieferte unter anderem den Existenzbeweis der unendlichen Mengen und eine wichtige Definitionsgrundlage der reellen Zahlen (Dedekind’scher Schnitt).
13. Apr, 2011
italienischer Dichter
geboren: 8. September 1474 in Reggio nell’ Emilia
gestorben: 6. Juli 1533 in Ferrara
Ariosto zählt zu den ersten Verfassern italienischer Komödien, seine Werke werden denen Dante Alighieris und Giovanni Boccaccios gleichgestellt. Auch bei kirchlichen Würdenträgern fanden seine Lustspiele Anklang, “Die Untergeschobenen” etwa wurde 1519 vor Papst Leo X. aufgeführt. Das Heldengedicht “Orlando furioso” (“Der rasende Roland”, 1516, erweitert 1532) erregte bei seiner Veröffentlichung in Europa großes Aufsehen und zählt zu den klassischen Werken der Weltliteratur. Ariosto gilt als typischer Vertreter der Renaissance-Dichtung. Er verfasste auch Satiren, Episteln und Oden.
Weitere Werke: “Die Kastenkomödie” (1508), “Lena, die Kupplerin” (1529)
3. Apr, 2011
italienischer Komponist
geboren: 12. September 1583 in Ferrara
gestorben: 1. März 1643 in Rom
Schüler von Luzzasco Luzzaschi. Frescobaldi war der bedeutendste Komponist von Instrumentalmusik um 1600, und darüber hinaus auch einer der ersten, Komponisten, die sich überhaupt mit der Instrumentalmusik in gleichwertiger Weise wie mit der Vokalmusik auseinander setzten. Frescobaldi machte sich als Sänger, Cembalist und Organist einen Namen und bekleidete verschiedene Ämter, darunter (bis zu seinem Tod) das des Organisten an St. Peter in Rom. Zu seinen Hauptwerken zählen die “Fiori musicali” (1635), in denen Frescobaldi ausgearbeitete Tokkaten, Fantasien, Ricercare usw. über Choralmelodien als so genannte Orgelmessen niedergeschrieben hat.
1. Apr, 2011
Landgräfin von Thüringen
geboren: 0. 1207 in Sàrospatak (Ungarn)
gestorben: 17. November 1231 in Marburg an der Lahn
Heilige; die Tochter König Andreas’ II. von Ungarn und der Gertrud von Andechs-Meranien wurde seit ihrem vierten Lebensjahr auf der Wartburg erzogen und bereits im Alter von vierzehn Jahren mit Landgraf Ludwig IV. vermählt. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Unter dem Einfluss der Franziskaner begann Elisabeth ein Leben in Armut zu führen und kümmerte sich – gegen den Willen ihrer Verwandtschaft – um Arme und Kranke. Die berühmte Legende des Rosenwunders berichtet, dass sich das Brot, das sie in einem Korb zu den Armen trug, in Rosen verwandelte, als ihr Mann, der sie der Verschwendung überführen wollte, den Inhalt des Korbes zu sehen wünschte.
Nachdem Landgraf Ludwig zu Beginn des fünften Kreuzzuges an einer Seuche gestorben war, wurde Elisabeth von ihrem Schwager Heinrich Raspe von der Wartburg vertrieben und fand einen Herrschaftssitz in Marburg, wo sie seit 1229 unter der strengen Leitung ihres Beichtvaters Konrad von Magdeburg ein Leben der Askese, Andacht und aufopfernden Nächstenliebe führte. Von ihrem Witwengut gründete sie in Marburg ein Armenhospital, in dem sie bis zu ihrem Tod als Pflegerin arbeitete.
Bereits 1235 wurde Elisabeth von Papst Gregor IX. heilig gesprochen. Ihre Gebeine liegen in der Elisabethkirche in Marburg, dem ersten gotischen Kirchenbau in Deutschland. Elisabeth gehört zu den populärsten Heiligen überhaupt, sie wird verehrt als Patronin von Thüringen und Hessen, des Deutschen Ordens, der Bettler, Kranken und Notleidenden.