Archiv für Bekannte Gesichter

Wer ist Albert Lamorisse ?

französischer Filmregisseur
geboren: 13. Januar 1922 in Paris
gestorben: 2. Juni 1970 in Karadj (Iran)

drehte märchenhafte Kurzfilme für Kinder, die ihr Publikum aber auch unter Erwachsenen fanden. Erfolge bei großen Kino-Festivals konnte er mit “Fifi, die Feder” – der Geschichte eines fliegenden Diebes – oder “Bim, der afrikanische Esel” feiern. Seiner Fantasie entsprang auch der verzauberte “Rote Ballon”. Bei den Dreharbeiten zu einem neuen Film kam Lamorisse im Iran bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben.

Filme (Auswahl)

1951 – Bim, der Esel (Bim – Le petit ane, Buch und Regie)
1956 – Der rote Ballon (Le ballon rouge, Buch, Regie und Produzent)
1965 – Fifi, die Feder (Fifi la plume, Buch und Regie)
1967 – Bode saba – Wind der Wüste (Le vent des amoureux, Regie)

Ludwig Kaas – Wer ist das ?

deutscher Theologe und Politiker
geboren: 23. Mai 1881 in Trier
gestorben: 15. April 1952 in Rom

In Trier geboren, lehrte Ludwig Kaas Kirchenrecht am Priesterseminar seiner Heimatstadt. 1919 erhielt er – ein Mann der katholischen Zentrumspartei – Sitz und Stimme in der Weimarer Nationalversammlung und 1920 im Reichstag, wo er sich hauptsächlich außenpolitisch engagierte. 1924 wurde Kaas Domkapitular und 1928 Vorsitzender der Zentrumspartei, die er bis 1933 führte. Mit derselben Entschiedenheit, mit der er sich hinter Reichskanzler Heinrich Brüning (1930-32) stellte, befehdete er 1932 Franz von Papens “Kabinett der nationalen Konzentration”, stimmte jedoch am 23. März 1933 für das Ermächtigungsgesetz und ging unmittelbar darauf nach Rom. Der Abschluss des Reichskonkordats von 1933 sah ihn letztmals als Politiker: Papst Pius XI. betraute ihn als “Wirklichen Apostolischen Protonotar” mit der Leitung der Ausgrabungen unter dem Petersdom.

Wer war Alexander Dubcek?

180px-Dubcektschechoslowakischer Politiker
geboren: 27. November 1921 in Uhrovec
gestorben: 7. November 1992 in Prag

Von 1958 bis 1970 war Dubcek Mitglied des Zentralkomitees und von 1963 bis 1967 Mitglied der Politbüros der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KP). Ab 1968 war er Erster Sekretär der KP. Durch seinen Reformkurs gilt er als einer der Träger des Prager Frühlings, der 1968 durch den Einmarsch der sowjetischen Truppen unterbunden wurde. 1969 wurde er aller Ämter enthoben und 1970 aus der KP ausgeschlossen. Dubcek wurde 1989 rehabilitiert und Präsident eines demokratischen Parlaments. Im November 1992 starb Dubcek in Prag an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

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Geschichte – Ludwig II. von Bayern

bayerischer König
geboren: 25. August 1845 auf Schloss Nymphenburg
gestorben: 13. Juni 1886 im Starnberger See

regierte von 1864 bis 1885. Enkel von Ludwig I.

Er trug 1870 in einem (von Bismarck aufgesetzten) Schreiben an die deutschen Fürsten Wilhelm I. von Preußen die Kaiserkrone an. Ludwig II. hielt entgegen der katholisch-konservativen Kammermehrheit an liberalen Ministerien fest, zeigte aber autokratische Neigungen, stürzte sich durch fantastische Schlossbauten (Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee) in Schulden, wurde für geisteskrank befunden und abgesetzt. Er fand den Tod im Starnberger See.

Wer war Dragutin Dimitrijevic?

serbischer Offizier
geboren: 1876
gestorben: 1917

Verfechter eines großserbischen Nationalismus, 1903 maßgeblich beteiligt an der Ermordung des serbischen Königs Alexander I. Obrenowitsch und dessen Frau Draga, seit 1911 Chef des Geheimbundes “Schwarze Hand” und Organisator des Attentats auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo, 1917 hingerichtet.

Sprichwörter un Zitate – William Somerset Maugham

Von einer Frau kann man alles erfahren, wenn man keine Fragen stellt.

William Somerset Maugham, 25.01.1874 – 16.12.1965
engl. Schriftsteller

Spirchwörter und Zitate – Charles Dickens

charles dickensKinder erleben nichts so scharf und bitter wie Ungerechtigkeit.

Charles Dickens, 07.02.1812 – 09.06.1870
britischer Schriftsteller

Wissen – Wer ist Stefan Wyszynski?

Stefan Wyszynski 1978polnischer Theologe und Kardinal
geboren: 3. August 1901 in Zuzela
gestorben: 28. Mai 1981 in Warschau

Wyszynski wirkte seit 1946 als Bischof von Lublin, seit 1948 als Erzbischof von Gnesen und Warschau (in Personalunion) und Primas von Polen. 1952 wurde Wyszynski zum Kardinal ernannt. Er symbolisierte den Selbstbehauptungswillen des polnischen Katholizismus gegenüber der kommunistischen Ideologie und dem staatlichen Machtanspruch.

Seine unbeugsame Haltung brachte ihn von 1953 bis 1956 in Klosterhaft. 1967 durfte er nicht zur Bischofssynode nach Rom reisen. Die anderen polnischen Bischöfe und Kardinal Karol Wojtyla, der spätere Papst Johannes Paul II., solidarisierten sich mit ihm und blieben demonstrativ auch in Polen. Kardinal Wyszynski setzte sich auch für die deutsch-polnische Verständigung ein.

Wer war – Alexander von Falkenhausen

deutscher Militär
geboren: 29. Oktober 1878 in Blumenthal bei Neiße
gestorben: 31. Juli 1966 in Nassau (Lahn)

1934 von dem chinesischen General Tschiang Kay-schek als Militärberater nach China berufen, wo er bis 1939 die Reorganisation der republikanisch-chinesischen Armee leitete; bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zurück in die Heimat beordert, wurde Falkenhausen 1940 zum Militärbefehlshaber von Belgien und Nordfrankreich ernannt; nach dem 20. Juli 1944 der Verbindung zu den Verschwörern verdächtigt, wurde Falkenhausen verhaftet und bis Kriegsende im Konzentrationslager Dachau festgehalten.

Die Belgier machten ihm nach der Entlassung aus britischer Gefangenschaft den Prozess vor dem Militärgericht in Lüttich und verurteilten ihn am 9. März 1951 zu 12 Jahren Zwangsarbeit. Proteste der belgischen Bevölkerung zu seinen Gunsten, weil Falkenhausen nicht selten gefährdete Personen vor dem Zugriff der SS bewahrt hatte, führten nach 16 Tagen zur Begnadigung.

Wer war Patrick Maynard Stuart Blackett ?

englischer Physiker
geboren: 18. November 1897 in London
gestorben: 13. Juli 1974 in London

Blackett studierte unter Rutherford Physik. 1924 und 1925 arbeitete er in Göttingen bei James Franck, dann ging er wieder nach Cambridge. 1933 wurde Blackett Professor am Birkbeck-College in London. Dort setzte er die Erforschung der kosmischen Strahlen fort und gründeten eine Forschungsgemeinschaft. 1937 wurde er der Nachfolger von Sir Lawrence Bragg in Manchester.

Blackett konnte mit der Nebelkammer die künstliche Kernumwandlung genau dokumentieren und erklären. An Hand seiner Aufzeichnungen zeigte er, dass der Kern bei Beschuss mit Alphateilchen nicht zertrümmert wird, sondern dass ein nächst höherer Atomkern aufgebaut wird, d.h. das Alphateilchen wird absorbiert und nicht, wie angenommen, gestreut.

1948 erhielt Blackett den Nobelpreis für Physik für seine Arbeiten mit der Wilson’schen Nebelkammer und seine Beiträge zur Kernphysik.