Archiv für Medizin

Wissen – Desinfektionsmittel

Den Keimen den Garaus gemacht

Im mikroskopisch kleinen Bereich, den wir mit bloßem Auge nicht mehr erkennen können, tummeln sich eine ganze Menge fieser Lebewesen, die uns das Leben schwer machen wollen.

Bis zur Mitte des 19. Jhdts. waren Bakterien und Keime insbesondere in Krankenhäusern für viele, eigentlich unnötige Todesfälle verantwortlich.

Es war der ungarische Arzt Ignaz Semmelweis (1818-65), der als Erster den kleinen Biestern an den Kragen ging. Er arbeitete als Arzt für Geburtshilfe in einem Wiener Krankenhaus, als dort sein Freund, der Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803-47) bei der Arbeit von einem Studenten verletzt wurde und an den Folgen der Verletzung starb. Semmelweis schloß daraus, die “Leichenteilchen, die in das Blutgefäßsystem gelangten”, seien für Kolletschkas Tod verantwortlich zu machen.

Und nicht nur der Tod seines Freundes ging nach Meinung des Arztes auf deren Kappe, sondern auch die hohe Müttersterblichkeit  in seiner Abteilung. Semmelweis ordnete an, dass seine Studenten sich nach Verlassen des Seziersaales und ebenso zwischen zwei Untersuchungen die Hände mit einer Lösung aus Chlorkalk zu waschen hatten. Und siehe da: Die Sterblichkeitsrate unter den jungen Müttern senkte sich merklich.

Semmelweis gilt seither als Erfinder der Desinfektion und erhielt zudem den Beinamen “Retter der Mütter“.

Quizfrage – Was sind Kolibakterien?

  1. Keime der Darmflora
  2. Kugelbakterien
  3. Auslöser von Koliken
  4. Krankheitserreger der Cholera

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Quizfrage – Welche der Kinderkrankheiten bezeichnet der Mediziner mit Moribilli?

  1. Mumps
  2. Masern
  3. Röteln
  4. Windpocken

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Wissen – Narkose

Operiert im Schlaf

Die Vollnarkose, also das Versetzen des Patienten in ein temporäres und beendbares Koma, wird durch das Verabreichen (z.B. durch Injektion oder Einatmen von Gas) von Medikamenten erreicht. Der Patient wird bewusstlos, sein zentrales Nervensystem wird gehemmt.

Während der Wirkungszeit der Medikamente kann es deshalb notwendig sein, den Patienten künstlich zu beatmen, denn sämtliche Schutzreflexe, wie z.B. der Hustenreiz, der Fremdkörper aus den Atemwegen entfernt, oder der Brechreflex, funktionieren folglich nicht mehr wie gewohnt.

Gleichzeitig wird auch das Schmerzempfinden ausgeschaltet, um den reibungslosen Ablauf der Operation zu gewährleisten und den Eingriff für den (menschlichen oder tierischen) Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten.

Erste Experimente mit einer Narkose stellten die Menschen schon Mitte des 13. Jhd. an. Als einer der Pioniere der wissenschaftlichen Narkose gilt der US-amerikanische Zahnarzt Horrace Wells (1815-1848), der 1844 einen jungen Mann vor der Behandlung Lachgas inhalieren ließ.

Fremdwort – Hämophilie

Hämophilie (altgriech. αἷμα haima „Blut“, gr. φίλος philos „Freund“; auch Bluterkrankheit) ist eine Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Das Blut aus Wunden gerinnt nicht oder nur langsam. Häufig kommt es auch zu spontanen Blutungen, die ohne sichtbare Wunden auftreten. Hämophilie tritt hauptsächlich bei Männern auf.

Quizfrage – Welcher Begriff hat im engeren Sinne nichts mit “krebserregend” zu tun?

  1. kanzerogen
  2. karzinogen
  3. pathogen
  4. onkogen

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Quizfrage – Was versteht man unter Meteorismus?

  1. Wetterfühligkeit
  2. Meteoritenkunde
  3. Atmosphärenforschung
  4. Blähungen

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Wissen – Empfängnisverhütung

Ein Risiko bleibt

Im Jahre 1960 ließ sich die ungeplante Schwangerschaft endlich verhüten mit der “Pille für das Wunschkind” bzw. der Antibabypille. Von nun an konnte der optimale Zeitpunkt der Schwangerschaft von verheirateten Paaren individuell festgelegt werden- denn zunächst bekamen in Westdeutschland nur verheiratete Paare die Pille verschrieben.

Zahlreiche weitere Empfängnisverhütungsmittel lösen seither die unzuverlässige Fischblase als Kondomvorläufer und andere nahezu wirkungslose Mittel, wie Schwämme zum Spermienauffangen oder Leinensäckchen, ab.

Neben der Pille für die Frau, die durch Östrogene und Gestagene eine Schwangerschaft verhindert, gelten die Temperaturmethode per Computer und die Spirale als zuverlässigster Schutz vor Schwangerschaften.

Doch ein “Restrisiko” bleibt immer.

Quizfrage – Wieviel Flüssigkeit benötigt der menschliche Körper etwa pro Tag?

  1. ein bis zwei Liter
  2. drei bis vier Liter
  3. fünf bis sechs Liter
  4. zwei bis drei Liter

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Wissen – Mädchen werden

Der Gedanke mag Ihnen nicht gefallen, aber ob sie ein Mädchen werden oder nicht, liegt einzig und allein an einem Mann, nämlich Ihrem Vater in spe beziehungsweise an einem Sperma.

Die Sache ist nämlich so:
Das Geschlecht des Kindes wird durch die Geschlechtschromosomen der Eltern bestimmt, das X- und das Y- Chromosom und jeder Mensch trägt insgesamt zwei davon in sich. Mädchen haben zwei X-Chromosomen und Jungs ein X- und ein Y- Chromosom. Die Eizelle der Mutter, aus der das Baby entsteht, trägt immer ein X-Chromosom in sich. Spermien verfügen in ihrem Kern entweder über ein X- oder über ein Y- Chromosom. Je nachdem,welches Spermium das Rennen macht, kommt dabei ein Mädchen (XX) oder ein Junge (XY) heraus.

Die Welt der Wissenschaft sagt mehrheitlich, dass eine hundertprozentige Einflussnahme auf das Geschlecht nicht möglich ist. Allerdings wurden in jüngster Zeit bei verschiedenen Untersuchungen zumindest Faktoren gefunden, die dazu führten, dass mehrheitlich Mädchen oder Jungen zur Welt kamen.

Zum Beispiel die Ernährung:
Laut einer neuen britischen Studie von Biowissenschaftlern der Universitäten Exeter und Oxford nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, ein Mädchen zu bekommen, je karger sich eine Frau ernährt. Jungs lieben es satt und proper, sie machen sich eher auf den Weg, wenn Frauen sich ausgewogen und nährstoffreich ernähren. In anderen Studien wurde beobachtet, dass mehr Mädchen in Krisenzeiten auf die Welt kommen.

Ob es eine gute Idee ist, sich vor einer geplanten Mädchen-Schwangerschaft absichtlich kalorien- und vitaminarm zu ernähren und sich bewusst psychischem Stress auszusetzen, sei einmal dahingestellt.