Archiv für Technik

Wissen – Handy

im englischsprachigen Raum ist die in Deutschland geprägte Bezeichnung Handy nicht üblich und unverständlich. Es gelten dort die Bezeichnungen mobile phone (Abk.: mobile) und cellular phone (Abk.: cell phone).

Das Mobiltelefon oder Handy ist ein schnurloses Telefon, das über ein Funktelefonnetz Verbindung zu anderen Telefonnetzen hat. Vergleiche auch Mobilfunk.

Ein Handy besitzt relativ geringe Abmessungen und ist ca. 100 bis 300 Gramm schwer. Zum Betrieb eines Handys ist ein kleiner leistungsfähiger Akkumulator notwendig, der Einfluss auf die aktiv verfügbaren Gesprächszeiten und den Bereitschaftsmodus hat.

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Wissen – Solarium

Für Teint und Gemüt

Wie braun gebrannt man durch die Gegend laufen möchte, ist sicherlich Geschmackssache.
Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass sich UV-Strahlung positiv auf unser Gemüt auswirkt. Daher können Sonnenstudios oder Solarien nicht nur kosmetischen, sondern auch psychologischen Zwecken dienen.

Dass wir überhaupt über Quellen für künstliches Sonnenlicht verfügen, verdanken wir dem Hanauer Wissenschaftler Richard Küch (1860-1915), der im Jahr 1904 die Quarzlampe erfand.

Stefan Greif, Vertriebsingenieur für Speziallampen des Unternehmens Heraeus Noblelight, erklärte in einem Radiointerview die Erfindung der Quarzlampe so:

“Das ist eine Kohlebogenlampe, der zur Zeit Richard Küchs gängige Lampentyp. Richard Küch konnte aufgrund seiner Erfahrungen bei Heraeus Quarzglas schmelzen und aus diesem Glas Lampenkolben herstellen. Dieser Lampenkolben wurde mit Quecksilber gefüllt, und Küch brachte es fertig, den Lichtbogen in diesen Quarzglaskolben einzusperren. Heraus kam ein sehr intensives Licht und ein hoher Anteil UV-Strahlung. Der Vorteil von Quarzglas ist, dass es diesen UV-Anteil durchlässt, sodass er nutzbar ist.”

Übrigens …

Bereits in den 1920er-Jahren wurden Bergarbeiter nackt durch meterlange Höhensonnen-Gänge geschickt, bevor sie wieder ans Tageslicht durften. Damit wollte man Krankheiten aus Sonnenmangel vorbeugen.
Auch die U-Boote im Zweiten Weltkrieg waren mit Höhensonnen ausgestattet.

Wissen – Brotbackautomat

Do-it-yourself-Brot

Modeerscheinungen kommen und gehen, das haben wir alle schon mal beobachtet.  Zu diesen immer mal wieder “schwer angesagten” Dingen zählt auch das Brot-Selberbacken.

In den 1990er-Jahren war es schließlich der Brotbackautomat, der gutes Brot im Handumdrehen versprach. Plötzlich brachten alle Hersteller von Haushaltsgeräten ihre eigenen unschlagbaren Automaten auf den Markt, und jeder zweite Haushalt verfügte über solch eine Maschine.
Gelungenen Brote gab es dennoch nicht immer, weshalb die Bäckerei an der Ecke auch diesen Boom überlebt hat.

Die Geschichte des Backautomaten reicht aber deutlich weiter zurück als in die 1990er-Jahre. Die Informationen hierzu sind zwar spärlich, aber zumindest das Jahr, in dem der Automat erfunden wurde, ist bekannt: Das Patent wurde 1961 angemeldet.

Wissen – Mikrowelle

Ein Klumpen geschmolzener Schokolade

Die Erfindung des Mikrowellenherdes geht auf einen Zufall zurück.

Der Amerikaner Percy L. Spencer (1894-1970) arbeitete in den 1940er-Jahren in einer Fabrik, die in erster Linie Ersatzteile für Radaranlagen lieferte. Um derartige Anlagen betreiben zu können, benötigte man ein sog. Magnetron, eine Vakuumröhre, in der elektomagnetische Wellen im Mikrowellenbereich erzeugt werden.

Eines Tages stand Spencer vor einer solchen Maschine, die gerade in Betrieb war. Nach einiger Zeit musste er feststellen, dass der Schokoriegel in seiner Tasche geschmolzen war. Die Neugier siegte über den Ekel, und Spencer begann systematische Experimente mit anderen Lebensmitteln.

Sie zeigten schließlich, dass ein Magnetron wirklich in der Lage ist, Gegenstände zu erhitzen, ja sogar Speisen zu kochen. Das Grundprinzip des Mikrowellenherdes war gefunden.

Wissen – Beatmungsgerät

Luft aus der Maschine

Bis zu Beginn des 20. Jhdts. bestand für Menschen, deren Atmung plötzlich ausfiel, nur wenig Hoffnung auf ein Überleben.

Dies änderte sich erst im Jahr 1920, als der amerikanische Ingenieur Philip Drinker die “Eiserne Lunge” erfand. Dabei handelt es sich um einen großen Tank, in dem der Patient bis zum Hals luftdicht eingeschlossen wird. Im Tank wird zunächst Unterdruck erzeugt, der Luft in die Lunge saugt. Danach sorgt die Maschine für einen Überdruck, der sie wieder hinauspresst.

Die Erfindung dieser Maschine bedeutete zwar einen Riesenfortschritt, für die Patienten war damit aber noch lange nicht alles in Butter, wie auch Forrest M. Bird (geb.1921), der Erfinder des modernen Beatmungsgeräts, in seiner Patentschrift anmerkt:
“Bei mechanischen Beatmungsgeräten ist der Patient von den Limitationen des Gerätes abhängig. Einige haben nicht einmal eine Vorrichtung zur Verhinderung eines Lungenkollapses oder eines drohenden venösen Rückflusses.”

Bird ließ sein erstes Beatmungsgerät im Jahr 1955 patentieren. Diese kleine Maschine – sie war nicht größer als ein normaler Schuhkarton – konnte sich in den Krankenhäusern binnen kürzester Zeit durchsetzen. Durch sie konnte beispielsweise die auf Atembeschwerden zurückgehende Kindersterblichkeit von 70% auf 10% gesenkt werden.

Zehn Jahre nach dieser ersten Maschine brachte der Ingenieur das Gerät Bird Mark 7 auf den Markt. Es wird in vielen Krankenhäusern noch heute eingesetzt.

Wissen – Parkuhr

Park-O-Meter

Ersonnen wurde dieses Gerät von Carl Magee (1873-1946) in Oklahoma City.
Eigentlich war Magee Chefredakteur einer örtlichen Zeitung und hatte mit dem Straßenverkehr bzw. mit den lästigen Dauerparkern nicht viel am Hut. Doch er wurde in einen Ausschuss berufen, der sich genau mit diesem Problem beschäftigen sollte.

Schnell merkte er, dass man damit auch gutes Geld verdienen konnte, und Magee gründete die Dual Parking Meter Company. 1935 meldete er seine Erfindung, die Parkuhr, zum Patent an. Kurz darauf orderte  die Stadtverwaltung von Oklahoma die ersten 150 Exemplare, die dann auch sofort an geeigneten Orten aufgestellt wurden.

Es dauerte übrigens einen Monat, bis das erste Bußgeld gegen einen Dauerparker, der seinen Obulus nicht entrichtet oder die Parkzeit überschritten hatte (das ist nicht mehr überliefert), verhängt werden konnte.
Es traf einen gewissen Referend North, der somit eine unrühmliche Vorreiterrolle einnimmt, die allerdings nicht ausreicht, um einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern.

Quizfragen – 10 Fragen zum Thema Technik

Damit die Technik nicht unter den Tisch fällt, heute wieder 10 Fragen die euch hoffentlich zum grübeln bringen.

Der heutige Themenbereich: Technik

  1. Was versteht man unter Fluchtgeschwindigkeit ?
  2. Welche Frequenz hat Hausstrom in Mitteleuropa?
  3. Wie heißt das Instrument, mit dem Erschütterungen eines Erdbebens registriert werden?
  4. Wie lautet die Einheit der elektrischen Stromstärke ?
  5. Wo findet die Braunsche Röhre Verwendung?
  6. Wer erfand die Dampfmaschine
  7. WAS bedeutet DOS in der Computersprache?
  8. Wann wurde Microsoft gegründet ?
  9. Welche Art von Programm ist Microsoft Excel ?
  10. Was versteht man unter einem Semaphor?

Viel Spass

Bitte schreibt doch eure Antworten als Kommentar ….

Quizfrage – Mit welchem Gerät misst man die Geschwindigkeit von Flugzeugen?

  1. Tachometer
  2. Pedometer
  3. Staudruckmesser
  4. Log

zur Lösung

Wissen – Navigationssystem

Nie wieder verfahren

Das Millenium brachte den Umschwung: Nun wurden Navigationssysteme auch für Privatautos langsam erschwinglich, da es eine technische Verbesserung bei den hierfür notwendigen GPS-Signalen gegeben hatte.

Erfunden wurden die Navigationssysteme für Autos bereits 20 Jahre vorher von der Firma Honda. Damals waren die Geräte aber für Otto Normalverbraucher kaum bezahlbar. 1990 folgte das erste GPS-gestützte System der Firma Pioneer, und noch immer dachte niemand an eine massenhafte Vermarktung.

Ihren Ursprung haben die Navigationssysteme übrigens im Zweiten Weltkrieg. Das erste derartige System nannte sich LORAN-C (Long Range Navigation) und diente vor allem Kampfflugzeugen zur besseren Orientierung.
Die Sender, aus deren Signalen sich die Positionen des Flugzeugs berechnen ließ, befanden sich weltweit an 19 unterschiedlichen Stationen.

Wissen – Reifen

Geschont, nicht geschüttelt

Wer schon einmal mit einem platten Fahrrad fahren musste, der weiß, wie unbequem das auf Dauer werden kann (von den Belastungen für die Felgen einmal ganz zu schweigen). Da wundert es nicht, dass Fahrräder früher, als man noch keine Reifen kannte, auch gerne als „Knochenschüttler” bezeichnet wurden. Auch der kleine Sohn von John Boyd Dunlop (1840-1921) pflegte mit einem solchen Gefährt über das elterliche Grundstück zu fahren. Das war aber nicht nur unbequem, sondern hinterließ auch tiefe Spuren auf dem Rasen vor dem Haus. Außerdem beklagte sich der Kleine darüber, nicht gut voranzukommen, weil die Räder immer Stecken blieben. Das brachte Dunlop ins Grübeln, wie er dem Nachwuchs und seinem Rasen am besten gerecht werden könne. Schließlich klebte er einen Schlauch aus dünnen Gummiplatten auf eine Holzscheibe und bedeckte das Ganze mit einem Leinenstreifen. Als Ventil nutzte er einen Schnuller, aufpumpen konnte er diese „Pneumatik”, wie er die Erfindung nannte, mit einer Ballpumpe.

Der erste Schritt zu einem Reifen, wie wir ihn kennen, war damit gemacht. 1888 schließlich meldete er seine Erfindung zum Patent an. Zwar hatte Robert W. Thomson bereits 1845 einen Reifen entwickelt, doch hielt er im Gegensatz zu Dunlops Erfindung den Beanspruchungen des täglichen Gebrauchs nicht stand.