Wissen – Haarspray

Klebstoff für Teenieträume

Unumgänglich für das Fixieren der Frisur bei Wind und Wetter war zunächst eine Erfindung aus den 1950er-Jahren: das Ein-Zoll-Ventil für Aerosoldosen, das Sprühdosenventil für die Massenproduktion, wie man es heute noch kennt.

Der Vater des Ventils, ein aus der Schweiz stammender New Yorker Ingenieur mit dem ungewöhnlichen Namen Robert Abplanalp (1922–2003), patentierte seine Erfindung und ebnete so dem schnell berühmt werdenden Haarfixiermittel aus der Dose den Weg.

Mittels eines Treibmittels wurde das lackartige Sprühtonikum auf Shellack-Basis zu feinem Nebel zerstäubt und gezielt auf die Haare gebracht.

Nach den 1960er-Jahren erlebte der so aufgebrachte Haarlack einen definitiven Boom in der Punkszene der 1980er-Jahre: Hier ließ er Tausende von Irokesenschnitten jeder Witterung und vor allem der Schwerkraft trotzen.

Wissen – Filzstift

Malspaß aus dem Mittleren Osten

Es gibt wohl keinen Haushalt mit Kindern, der nicht über eine größere Sammlung von Filzstiften verfügt.
Bunte, leuchtende Farben, einfache Handhabung und schnelle Erfolgserlebnisse beim Ausmalen dürften das große Geheimnis ihres Erfolges sein.

Filzstifte wurden erst Anfang der 1960er-Jahre in Japan entwickelt. Grundsätzlich kann man zwei Typen von Filzstiften unterscheiden: wasserlösliche und nicht wasserlösliche.

Besonders nicht wasserlösliche Filzstifte können bisweilen zum Ärgernis gestresster Eltern werden, wenn die neu gekaufte Sonntagskleidung bereits nach kurzer Zeit mit bunten Filzstiftspuren verschönert wurde.

Ein ungewöhnliches Hausmittel bei der Reinigung von Filzstiftflecken:
Sprühen Sie Filzstiftflecken mit Haarspray ein, lassen Sie das Ganze 15 Minuten einwirken und spülen Sie den Stoff dann mit lauwarmem Wasser aus. Eigentlich müssten die Flecken nun weg sein.

Wissen – Die Sprühdose

Von Sahne bis Kleber

Statistiken besagen, dass allein in Deutschland täglich 800.000 Sprühdosen verkauft werden. Diese zhalen erscheinen gigantisch, doch sieht man sich einaml an, was alles in diesen kleinen Druckbehältern aufbewahrt wird, lässt sich leicht nachvollziehen, so weit verbreitet ist. Neben Haarspray, Rasierschaum und Deodorants werden alle möglichen Formen von Lebensmitteln (wie Sahen oder sogar Käse) ebenso in Sprühdosen angeboten wie Farben , Lacke, Klebstoffe und anderer Bastlerbedarf. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen:

Bei einem Rundgang durch die Wohnung gerät man ins Staunen, wie viele unterschiedliche Sprühdosen man entdeckt. Erfunden wurde dieser vielseitige Behälter im Jahre 1926 von dem Norweger Erik Rothein. Das Prinzip war damals schon ebenso einfach, wie es heute noch ist:

Im Druckbehälter befinden sich das Sprühmaterial und ein Treibgas unter hohem Druck. Betätigt man nun das Ventil der Dose, wird das Material, je nach Beschaffenheit des Ventils, als Strahl oder Sprühnebel ausgestoßen.